Lachsbrötchen?

Wer schon mal dem Tobelbach entlangwanderte sieht unterschiedliche Abschnitte – leider nur wenige, die als «naturnah» gelten könnten. Der Bach wurde korrigiert, begradigt, mit fixen Böschungen oder Mauern versehen und teilweise mit einem betonierten Bachbett. Dazu kommen etliche Hindernisse, welche die Fischwanderung behindern oder teilweise verunmöglichen. (Und damit sind wir in guter Gesellschaft in der Schweiz: Bach- und Flusshindernisse können wir!)

Aqua Viva hat ein Projekt initiiert, um «den Lachs wieder wandern zu lassen» und dazu auch die Sekundarschule mit ins Boot genommen: Weiterbildung für die NT-Lehrer und Aktionstage für die Schüler wurden angeboten – wir griffen zu und liessen die damaligen zweiten (und jetzt dritten) Klassen etwas Bachluft schnuppern.

Es gab verschiedene Zugänge zum Thema, von spielerisch bis fast wissenschaftlich. Jedenfalls wissen unsere «Grossen» nun wo der Tobelbach ist, wo die Probleme liegen und wie sie behoben werden. Als Goodie waren noch zwei Helden aus dem Sportbereich anwesend. Juan und Simon vom Diamond Row Team begleiteten uns und gaben bereitwillig Auskunft über ihr Projekt: Atlantiküberquerung im Ruderboot in Zusammenarbeit mit Aqua Viva. Hier ein Youtube-Video…

Im August besichtigten wir die Baustelle und konnten bei der Produktion und dem Einsetzen der «Faschinen» (stell dir ein 4 Meter langes Bürdeli vor…) Hand anlegen. Diese sollen sowohl das Ufer stabilisieren und gleichzeitig Lebensraum für Kleinlebewesen bieten.

Natürlich haben sich einige nach diesem Sommer gefragt, ob diese knockentrockene Rinne je wieder «Bach» genannt werden kann. Die feuchten Stellen sind gerade rar und aufs Lachsfischen dürfte noch länger gewartet werden. Im Oktober werden wir dann nochmals mit Uferbepflanzungen tätig sein.