Night Bike

Die Auswahlliste fürs Vorprogramm war mal wieder eindrücklich lang: Von Choli-Pool und Hallensport über Schminken, Stylen, Backen und Kino bis zu Nachtwanderung, Spielen/Gamen und Dunkelbiken.

Natürlich rechnete niemand damit, dass sich genügend Jugendliche für Letzteres begeistern würden — am wenigsten der Anbieter. Doch es kam anders...

Um 18.30 versammelten sich 10 Schüler* fast vollständig ausgerüstet und hochmotiviert vor der Engelburg. Einige Ketten lechzten allerdings nach einem Tröpfchen Öl und einer war ohne Licht angerückt. Beide Missstände wurden vor dem Start behoben. (Andere, verdeckte Mängel offenbarten sich erst unterwegs, daher hier wieder mal ein Appell an die Eltern: Checkt bei Gelegenheit die Bremsen an den Velos des Nachwuchses!)

Die Wetterprognose hatte dem Leiter im Vorfeld schon fast die Stimmung versaut: Nicht wirklich kalt, aber regnerisch. Der Anblick eines Beinahe-Vollmondes auf leicht bewölktem Himmel weckte dann aber wilde Hoffnung.

Mutig angesagt war ein Bike-Trip auf den Schauenberg  ein Ziel das bald an zeitlichen und konditionellen Realitäten zerschellte. Der erste Wurzelweg forderte einige Opfer: «Glitschig» war da erst der Vorname… Die Route war schliesslich folgende: RikonBurgweidChriesigassGartenstrasseGartenrütiPunkt 743GartenstrasseHandstrasseHandHöchholz (Alter Höchholzweg)Punkt 743Alter HerstelwegBadi UnterschlattRöhrlistrasseRöhrlitobelHinterbäntalNussbergstrasseAuRikon.

Bilanz: Nach gut 14 km im Dunkel hatten die Jungs kalte Finger, nasse Schuhe und braune Streifen am unteren Rücken (AUSSEN natürlich!), aber ein breites Grinsen im Gesicht. Die Tour liesse sich natürlich auch tagsüber machen, doch die Dunkelheit gibt den Extra-Kick. Der Leiter wurde allerdings tatsächlich bei Tageslicht am Stefanstag im Röhrlitobel auf dem Bike gesichtet, er fahndete nach dem verlorengegangenen Schutzblech. Ob er sich traut, dieses Angebot nächstes Mal auszuschreiben?

[* Es wurde bewusst ausschliesslich die männliche Form verwendet, da die Mädels entweder kein Licht am Bike hatten oder wussten, dass nach der Tour keine anderthalb Stunden verfügbar sein würden um das Make-up für den Prom-Ball aufzutragen.]

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